Kondensatoren, Aluminium Polymer-Kondensatoren
Aluminium-Polymer-Kondensatoren bieten erhebliche Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Aluminium-Elektrolytkondensatoren mit flüssigen Elektrolyten. Sie haben eine längere Lebensdauer, da keine Ausfälle durch das Austrocknen des Elektrolyten auftreten können. Feste Elektrolyte trocknen im Vergleich zu herkömmlichen flüssigen Elektrolyten nicht aus. Ohne Druckaufbau im Inneren des Kondensators weisen sie eine sehr viel sicherere Ausfallart auf (Verdampfung von Elektrolyten in herkömmlichen Elektrolytkondensatoren kann zu Explosion führen). Sie verfügen über eine höhere maximale Betriebstemperatur. Aluminium-Polymer-Kondensatoren weisen einen niedrigeren gleichwertigen Serienwiderstand (ESR) auf. Das bedeutet, dass sie für die gleichen Arbeitsbedingungen (d. h. bei gleicher Stromstärke) im Betrieb kühler sind.
Die Nachteile von Aluminium-Polymer-Kondensatoren im Vergleich zu herkömmlichen Aluminium-Elektrolytkondensatoren sind die höheren Kosten, die niedrigere Betriebsspannung und die niedrigere Kapazität. Sie können nicht immer an Stelle von herkömmlichen Aluminium-Elektrolytkondensatoren verwendet werden.
Aluminium-Polymer-Kondensatoren werden hauptsächlich bei starker Stromwelligkeit verwendet. Ein Beispiel sind Schaltnetzteile, die zur Stromversorgung in modernen Computern verwendet werden. Auch auf hochwertigen Mutterplatinen sind sie anzutreffen.
Aluminium-Polymer-Kondensatoren verfügen über die grundlegende dreischichtige Kondensatorstruktur (Leiter-Dielektrikum-Leiter) folgender Form: Aluminium-Aluminiumoxid-Polymer. Da bei diesen Kondensatoren Elektrolyte (das leitende Polymer ist ein fester, nicht flüssiger Elektrolyt) zum Einsatz kommen, handelt es sich hierbei um eine Untergruppe der Elektrolytkondensatoren. Diese Kondensatoren sind polarisiert und dürfen ausschließlich an eine positive Spannung angeschlossen werden. Das Anschließen an eine negative Spannung führt zum Versagen des Kondensators.
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