Transientensperreinheiten
Es gibt zwei gängige Arten von Transientensperreinheiten: Die eine leitet Impulsenergie als Strom nach Masse ab (z. B. die Gasentladungslampe), während die andere die Energie von der geschützten Schaltung abblockt, indem sie den Strom begrenzt (z. B. rückstellbare PPTC-Sicherungen). Erstere ist für sehr hohe Leistungen geeignet, reagiert jedoch nur langsam. Es kann daher sein, dass vor der Ionisierung nicht die gesamte Leistung abgefangen und die geschützte Schaltung beschädigt wird. Die zweite reagiert schneller, ist jedoch nicht für hohe Leistungen geeignet.
In Transientensperreinheiten ist beides kombiniert, wodurch die Vorteile beider Arten genutzt werden: Ein Gerät zur Stromleitung wird in die Leitung integriert, gefolgt von einem Strombegrenzer. Beim Strombegrenzer handelt es sich um ein relativ schnell reagierendes PPTC-Gerät und beim Strom leitenden Gerät um eine Gasentladungslampe. Wenn jetzt eine Überspannung auftritt, wird die Gasentladungslampe nicht sofort leitend. Durch das Ansteigen der Spannung steigt der Strom im PPTC-Gerät. Durch den Stromanstieg erwärmt sich das PPTC-Gerät, und sein Widerstand steigt exponentiell. Der Strom wird auf einen niedrigen Wert begrenzt, und die Spannung steigt weiter an. Ist die Spannung hoch genug, zündet die Gasentladungslampe und leitet den Strom nach Masse ab. Die Spannung in der Leitung bleibt niedrig. Die rückstellbare Sicherung wechselt wieder in den Zustand mit geringem Widerstand. Ist die Überspannung vorbei, leitet die Gasentladungslampe keinen Strom mehr, und es liegt wieder die normale Spannung an.
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