Trägerkarten und Trägerplatten
Trägerkarten und Trägerplatten, auch als „Baseboards“ bekannt, bieten anwendungsspezifische Funktionen, I/O-Schnittstellen, Peripheriegeräte und Stromversorgungen für Computeranwendungen. Sie gehören zu einem Mehrfachkarten-/ oder -plattensystem, das eine Montageoption für ein oder mehrere Geräte des Typs System-on-Module (SOM) oder Computer-on-Module (COM) darstellt. Baseboards sind in zahlreichen Formfaktoren verfügbar, darunter Einzelplattenträger für den Standalone-Betrieb mit einem SOM, stapelbare Systeme für Embedded Computing und gestellmontierte Karten für Großsysteme.
SOM- und COM-Karten werden entweder über eine physikalische Standard-Elektronikverbindung in das Baseboard eingesteckt oder als „Stempel“[C1] direkt aufgeschweißt. Es gibt eine große Bandbreite von Baseboards, die für die jeweiligen Anwendungen optimiert sind. Einige Beispiele: einfache, kostengünstige Trägerplatten mit anpassbaren Durchgangsbereichen[C2] für Prototypen, Trägerplatten mit peripheren Standardanschlussverbindungen (z.B. PCI Express) und Hochleistungs-Trägerplatten für Gesellsysteme, die Normen wie z.B. Compact PCI entsprechen.
Architekturen mit mehreren Platten bieten verschiedene Vorteile. Schnelle Produktentwicklung auf bestehender Hardware, die sich für geeignete Formfaktoren bewährt hat. Ein Beispiel hierfür ist die Plattenserie PC/104, die eine stabile physikalische Stapelkapazität bietet. Ein SOM kann in hoher Dichte Bauteile aufnehmen, die kostenintensivere Leiterplatten und Herstellungstechnologien erfordern als die Elemente eines Baseboards – und senkt somit die Gesamtsystemkosten. Durch eine Trennung des SOM vom Baseboard mit einer Standardschnittstelle kann das SOM ohne Neugestaltung des Baseboards aufgerüstet werden. Ein Hauptvorteil besteht darin, dass ein SOM-Hersteller anwendungsunabhängig produziert - die Volumen sind mit zahlreichen Produkten und Märkten kompatibel. Dies ermöglicht deutliche Einsparungen bei den kostenintensiven Systembestandteilen.
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