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Durchflusssensoren

Durchflusssensoren sind elektromechanische Vorrichtungen zur Messung der Durchflussmenge von Fluiden. Mit Fluiden sind Luft, Gase, Flüssigkeiten und Energie gemeint. Unter anderem finden sie in Gas- und Wasserzählern, HLK-, Tank- und Kühlanlagen sowie bei der Überwachung des Toner-Füllstands, bei der Durchflussüberwachung von Chemikalien und bei der Bewässerungssteuerung Verwendung. Es gibt mechanische, optische, druckgesteuerte und elektromagnetische Durchflusssensoren und solche, die sich Ultraschall oder den Doppler-Effekt zu Nutze machen.

Mechanische Durchflusssensoren basieren auf einem Schaufelrad, dass sich im Fluid dreht, wobei sich die Drehzahl proportional zur Geschwindigkeit des Fluids verhält. Beispiele dafür sind Impeller, Pelton-Räder und Taumelscheiben. Mechanische Durchflussmesser können einen eingebauten Kanal besitzen, mit dem das Fluid zur Turbine geleitet wird.

Druckbasierte Durchflussmesser funktionieren nach dem Bernoulli-Prinzip und messen eine Druckdifferenz zu beiden Seiten einer Sperre, die den Durchfluss zeitweilig unterbricht oder einen Venturi-Effekt erzeugt. Ein Beispiel dafür sind die bei Fahrzeugen verwendeten Flügel-/Klappenmessvorrichtungen zur Ermittlung des Luftstroms. Der Druckunterschied bewegt einen federbelasteten Flügel, wodurch sich die Geschwindigkeit der strömenden Luft bestimmen lässt.

Optische Gasdurchflussmesser messen die Geschwindigkeit von Kleinstpartikeln, wie sie in Gasen vorkommen. Sie bieten eine eigensichere Methode zur Durchflussmessung gefährlicher Gase. Optische Durchflussmesser kommen unter anderem bei der Fackel- und Abgasüberwachung, bei der Prüfung von CO2 -Emissionen und bei der Biogasmessung zum Einsatz.

Coriolis-Durchflussmesser (die auch Massen- oder Trägheitsdurchflussmesser genannt werden) messen die Masse (und nicht das Volumen). Sie nutzen die Corioliskraft, die in Erscheinung tritt, wenn ein sich bewegendes Objekt ein rotierendes Bezugssystem passiert. Das Fluid tendiert dazu, sich geradeaus zu bewegen, wodurch eine Zentrifugalkraft am Rahmen entsteht. Bei einem fließenden Fluid erzeugt dies ein Drehmoment, das in einer rotierenden Baugruppe Resonanzschwingungen verursacht. Diese Auslenkung kann gemessen und zum Massenfluss in Beziehung gesetzt werden. Wenn die Dichte des Fluids bekannt ist, lässt sich seine Geschwindigkeit berechnen.

Doppler- und Laufzeit-Ultraschall-Durchflussmesser sind nichtinvasive Methoden zur Messung des Durchflusses, die durch ein Rohr oder einen Behälter funktionieren. Laufzeitmesser verwenden Ultraschallimpulse für die Prüfung in und entgegen der Fließrichtung des Fluids. Die Geschwindigkeit des Fluids wird anhand des Zeitunterschieds zwischen den empfangenen Impulsen bestimmt. Doppler-Messgeräte erkennen die Bewegung schwebender Partikel oder Blasen, indem sie die Doppler-Verschiebung reflektierter Ultraschallwellen analysieren. Sie eignen sich hervorragend für nichtinvasive Messungen bei einer Vielzahl von Systemen, darunter auch für die Überwachung der Blutzirkulation. Laser-Doppler-Geschwindigkeitsmesser funktionieren ähnlich, nutzen aber einen Laserstrahl.

Elektromagnetische Messgeräte können die Bewegung eines Fluids direkt anhand des magnetischen Flusses messen. Sie sind in Ausführungen mit und ohne Berührung erhältlich. Die Kontaktvarianten erfordern ein leitendes Fluid und ein isoliertes Rohr. Berührungslose Durchflussmesser nutzen die Lorentzkraft, die entsteht, wenn eine Flüssigkeit in einem Magnetfeld mit einem Metall interagiert. Mit an Flügeln oder Klappen montierten Hall-Sensoren lässt sich deren Position erfassen und der Durchfluss eines Fluids berechnen.

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