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Kühlkörper

Kühlkörper sind mechanische Bauteile zur Wärmeableitung in elektronischen Geräten. Die durch die Verlustleistung in Bauelementen entstehende Wärmeenergie wird durch Kühlkörper von diesen weggeleitet und so die Temperatur gesenkt.

Kühlkörper sind in zahlreichen Einbauvarianten, Befestigungsarten und speziellen auf die zu kühlende Komponente abgestimmten Paketen erhältlich. Form und Größe variieren ebenfalls. Sie können auch zusammen mit einem Lüfter oder Flüssigkeitskühlsystem verwendet werden. Kühlkörper werden aus vielen Materialien hergestellt, darunter Aluminium, Aluminiumlegierungen, Berylliumoxiden, Messing, Keramik und Kupfer. Diese sind in verschiedenen Oberflächenbehandlungen erhältlich.

Berylliumoxid kommt in leistungsstarken HF-Geräten zum Einsatz. Beim Umgang mit Berylliumoxid ist äußerste Vorsicht geboten, weil es leicht bricht. In Pulverform ist das Einatmen des Stoffs giftiger als das von Asbest. In einigen Ländern gelten spezielle Entsorgungsvorschriften.

Kühlkörper haben mehrere wichtige Spezifikationen, die ausschlaggebend für ihre Tauglichkeit in einer Anwendung sind. Die Verlustleistung bei Temperaturanstieg gibt die maximale Wärmemenge an, die der Kühlkörper bei Einbau in einer Umgebung mit der spezifizierten Temperatur ableiten kann. Wärmewiderstand bei erzwungener Konvektion ist eine Kenngröße für den Temperaturanstieg pro Watt Verlustleistung, der auf Basis der Luftströmung durch die Rippen des Kühlkörpers zu erwarten ist. Er wird normalerweise in Litern pro Minute (l/min) angegeben. Der Wärmewiderstand bei freier Konvektion entspricht dem erwarteten konstanten Temperaturanstieg pro Watt Verlustleistung ohne Lüfter.

Kühlkörper können mit zahlreichen Befestigungsmethoden angebracht werden, wie Klebstoff, Schrauben, Clips, Rastclips, Presspassungen, Thermoband und Löten. Mithilfe von Silikon-Wärmeleitpaste oder Wärmefallen (Thermal Pads) lässt sich eine gute thermische Kopplung zwischen dem Kühlkörper und dem gekühlten Element herstellen. Dabei ist darauf zu achten, dass am befestigten Teil des Elements keine Spannung anliegt. Ansonsten müssen isolierende Wärmefallen verwendet werden. Auf Phasenänderung basierende Verbindungsmaterialien sind in Pasten- und Pad-Form erhältlich und nutzen die Phasenänderung zwischen fest und flüssig zur Herstellung hocheffizienter Verbindungen. Diese müssen einmal einen thermischen Zyklus durchlaufen, damit sie in die Hohlräume der Verbindung fließen können und spezifikationskonform funktionieren.

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